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Berufsausbildung oder Studium: zu Jahresanfang stehen Schulabgänger vor
wichtigen Entscheidungen
THEMA
DES MONATS
Orientierungspunkte
Bildung, Ausbildung, Weiterbildung 2012
Zu Beginn eines jeden Jahres
stehen junge Menschen regelmäßig vor wichtigen Entscheidungen.
Wer im Sommer die Schule beendet, muss sich darüber klar werden,
ob er mit dem Halbjahreszeugnis auf Ausbildungsplatzsuche geht
oder doch lieber die Schule fortsetzen bzw. ein Studium
anstreben will. Während für junge Erwachsene die Stichpunkte
Bildung und Ausbildung im Fokus stehen, ist für andere wiederum
das Thema Weiterbildung von zentraler Bedeutung.
Immer wieder neu
Die Auswahl an Bildungs- und Weiterbildungsangeboten ist in
Lippstadt bekanntlich sehr vielfältig und facettenreich. Und
eigentlich vergeht kein Jahr, ohne dass sich auf diesem Gebiet
etwas Interessantes tut.
Fusion
Ein sehr breites Angebot zur Weiterbildung bietet traditionell
die VHS Lippstadt an. Im Rahmen der interkommunalen
Zusammenarbeit nimmt die erweiterte VHS ab 2012 die Aufgabe der
Erwachsenen- und Weiterbildung gemeinsam für und mit den Städten
Erwitte, Rüthen und Warstein sowie der Gemeinde Anröchte wahr.
Hierfür hat die VHS mit knapp 600 Veranstaltungen und rund
11.200 geplanten Unterrichtsstunden für das Frühjahr ein
reichhaltiges Programm zusammengestellt, das in einem Heft
zusammengefasst nahezu doppelt so umfangreich ist wie bei der
Planung im Jahr zuvor. Wie immer ist es fast jederzeit möglich,
sich mit neuen Bildungsinhalten zu befassen. Die breite Palette
reicht von Angeboten zur Alphabetisierung und Grundbildung über
Kurse zum Spracherwerb und zur beruflichen Bildung bis hin zu
Veranstaltungen zur gesellschaftlichen Bildung, der Steigerung
von Gesundheit und Fitness sowie zur Förderung von
Kulturverständnis und Kreativität. Angesprochen werden hiermit
alle Altersgruppen. Spezielle Kurse für Kinder und Jugendliche
sind in der Rubrik „KinderUni Lippstadt“ bzw. „Junge VHS“ zu
finden. Für Senioren sind Angebote als Kurse für die „Generation
50+“ gekennzeichnet.
Daneben ist die VHS Lippstadt auch seit über 30 Jahren ein
verlässlicher Partner in der Region, der zur sprachlichen
Integration von Zuwanderern und Aussiedlern durch Deutschkurse
auf unterschiedlichen Niveaustufen beiträgt.
Nach interessanten Angeboten stöbern kann man übrigens nicht nur
im 162-seitigen Programmheft, sondern auch direkt im Internet
unter www.vhs-lippstadt.de.
Neue Berufsperspektive
Der Kosmetikmarkt wird sich auch in der heutigen schwierigen
Wirtschaftszeit positiv entwickeln, insbesondere werden auf dem
Arbeitsmarkt qualifizierte Fachkräfte benötigt, die die Bereiche
Kosmetik und Wellness vereinen. Aus diesem Grund bietet die
Westfalen-Akademie Lippstadt einen Ausbildungskurs
„Kosmetiker/in (ärztlich geprüft/AZWV zertifiziert)“ an. Die
Schule verfügt dafür über einen modern eingerichteten
Unterrichtsraum für die theoretische und praktische Ausbildung
mit hochwertiger technischer Ausstattung.
Das Berufsbild Kosmetiker/in ist bundesweit nicht einheitlich
geregelt und daher gibt es große Qualitätsunterschiede in den
verschiedenen Ausbildungsvarianten. Bei Westfalen-Akademie wird
der Lernstoff durch ein Team qualifizierter Fachdozenten
vermittelt, zu dem u.a. auch Mediziner zählen. Viel Wert wird
auf fundierte praktische Übungen zu den unterschiedlichen
Behandlungsweisen gelegt, so dass die Teilnehmer/innen eine
wellness-orientierte Gesamtausbildung erhalten.
Die nächste Ausbildung startet im Mai 2012 und dauert 1/2 Jahr.
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Schüler/Innen begrenzt, deshalb
sollten Sie sich zeitnah um einen Ausbildungsplatz bewerben.
Weitere Infos gibt es unter www.wa-lippstadt.de oder beim „Tag
der offenen Tür“ der Westfalen-Akademie am 12. Februar.
Belebendes Element
Mit der Entscheidung der nordrhein-westfälischen
Landesregierung, eine neue Fachhochschule in Hamm und Lippstadt
aufzubauen, hat die lokale Bildungslandschaft eine enorme
Bereicherung erfahren. Präsident Prof. Dr. Klaus Zeppenfeld und
Vizepräsident Karl-Heinz Sandknop haben seither mit ihrem Team
praxiserfahrener Professoren/innen ein innovatives
Studienangebot im Bereich der Ingenieurswissenschaften
konzipiert und stetig weiter ausgebaut.
Nachdem man in Lippstadt bislang Räumlichkeiten im und am
Technologiezentrum CARTEC und in einem Hella-Gebäude nutzt,
folgt nun im Frühjahr 2012 ein weiterer Meilenstein in der
Entwicklung der jungen Fachhochschule: der Beginn des
Campus-Neubaus auf dem „Himmelreich“-Areal nördlich der
Rixbecker Straße. Zum Wintersemester 2013/2014 soll dort dann
der Studienbetrieb aufgenommen werden. Mit der Errichtung des
Neubaus werden dann auch gebäudetechnisch ideale Voraussetzungen
geschaffen, um Ingenieurinnen und Ingenieure für die Zukunft
auszubilden.
Kontinuierlicher Aufbau
Wachstum wird in den nächsten Jahren die Entwicklung der
Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) bestimmen. Derzeit werden sechs
Bachelorstudiengänge angeboten, die sich durch Marktorientierung
und hohen Praxisbezug auszeichnen. Weitere Bachelorstudiengänge
und Masterangebote werden hinzukommen. Damit einher geht eine
Vergrößerung des Hochschulteams. Erst im Dezember haben zwei
neue Professoren in Lippstadt ihren Dienst angetreten: Prof. Dr.
Matthias Vögeler und Prof. Dr.-Ing. Mirek Göbel.
Die Nutzung der Mathematik für konkrete Anwendungen - das ist
das bestimmende Thema des beruflichen Werdegangs von Prof. Dr.
Matthias Vögeler. Nach dem Diplomstudium der Mathematik an der
Universität Münster arbeitete er zunächst als wissenschaftlicher
Mitarbeiter am dortigen Institut für Numerische und Angewandte
Mathematik und promovierte in dieser Zeit. Während seiner
Tätigkeit für die Firma NXP Semiconductors wirkte er an der
Prototypenentwicklung für den elektronischen Reisepass und den
elektronischen Personalausweis mit und nach seinem Wechsel zum
Technologiedienstleister Arvato Finance Services Ltd. gehörten
Sicherheitsanalysen in der IT-Infrastruktur sowie das
Qualitätsmanagement für Anwendungen im elektronischen
Zahlungsverkehr zu seinen Aufgabenbereichen. In Lippstadt wird
der heute 37-jährige als Professor für Anwendungsorientierte
Mathematik lehren.
Seit seinem Studium in seiner Heimatstadt Hannover beschäftigt
sich der Maschinenbauer Prof. Dr.-Ing. Mirek Göbel mit der
Entwicklung von komplexen, mechatronischen Steuersystemen im
Fahrzeugbau. Er dissertierte bei der BMW AG zum Thema
„Potenzial gemessener Radkräfte für fahrdynamische
Regelsysteme“ und legte seine Promotion an der TU Braunschweig
am Institut für Fahrzeugtechnik ab. Begleitend zu seiner
weiteren Tätigkeit für den bayrischen Autobauer war Prof.
Dr.-Ing. Mirek Göbel als Dozent an der Hochschule Ostfalia,
Braunschweig/Wolfenbüttel und beim VDI Wissensforum tätig. Als
Professor für Regelungstechnik wird der 33-Jährige in Zukunft
didaktische Konzepte zur Ausbildung junger Ingenieure/innen
verschiedener Fachrichtungen entwickeln und umsetzen.
HSHL-Lehrbuchsammlung in der Stadtbücherei
Nachdem die Stadtbücherei bereits im Jahr 2009 einen
Kooperationsvertrag mit der HSHL abgeschlossen hat und erste
Lehrbücher in die Stadtbücherei geliefert worden sind, wurde im
Sommer und Herbst letzten Jahres das Angebot an Lehrbüchern
deutlich aufgestockt. Aufgrund der neuen Studienfächer, die mit
Beginn des Wintersemesters 2011/2012 angeboten werden, wurden
weitere Lehrbücher angeschafft, die mittlerweile den Studenten,
aber auch allen anderen Lesern der Thomas-Valentin-Stadtbücherei
zur Ausleihe zur Verfügung stehen. Zum aktuellen Zeitpunkt sind
1.000 Lehrwerke im Bestand.
Da die Hochschule noch nicht über eigene Räumlichkeiten verfügt,
stellt die Stadtbücherei entsprechend Regalflächen zur
Verfügung, bearbeitet die von der Hochschule angeschafften
Lehrwerke ausleihfertig und weist die Titel in ihrem
Bestandskatalog - abrufbar auch im Internet - nach. Damit können
die Titel online recherchiert werden (www.lippstadt.de/stadtbuecherei)
und mit einem normalen Leseausweis der Stadtbücherei entliehen
werden.
Die Bücher sind für 4 Wochen entleihbar mit der Möglichkeit der
2maligen Leihfristverlängerung. Außerdem ein Vorteil für die
Studenten: Die Lehrwerke werden nicht über Fernleihe an andere
Bibliotheken und deren Nutzer verliehen, so dass man in
Lippstadt vor Ort in der Regel das gewünschte Buch findet. Da
die Lehrbücher von der Hochschule auch gleich in mehreren
Exemplaren angeschafft wurden, herrscht hier also bisher kein
Mangel an Lernmaterial wie sonst oft in den größeren
Hochschulbibliotheken.
Regionale Vernetzung
Der sich abzeichnende Fachkräftemangel hat rund 30 Unternehmen
dazu bewogen, Partner der HSHL im dualen Studiengang „Mechatronik“
zu werden. Sie unterstützen einen oder mehrere Studierende
während des Studiums finanziell und bieten ihnen die Chance, in
der vorlesungsfreien Zeit mehrere Praxisphasen im Betrieb zu
absolvieren und so bereits vor dem Abschluss Berufserfahrung zu
sammeln. Außerdem sieht die Kooperation im dualen Studium ein
komplettes Praxissemester im Unternehmen vor, und auch die
Projekt- und die Bachelorarbeit verfassen die Studierenden in
Zusammenarbeit mit den Partnern aus der Wirtschaft. Die Firmen
sichern sich so gut ausgebildete künftige Mitarbeiter/innen, die
mit den internen Abläufen bestens vertraut sind.
Von Beginn an treffen sich die Vertreter der Firmen und der
Hochschule einmal im Semester zum Gedankenaustausch. Die
Veranstaltung hat mittlerweile Tradition, da der erste Jahrgang
der Mechatronik-Studierenden im März bereits in das sechste
Semester startet. Erstmals fand das Treffen im Januar ’12 nicht
auf dem Campus, sondern vor Ort in einem der Partnerunternehmen
statt, der Firma Köhler Automobiltechnik GmbH. Veranstaltungen
dieser Art dienen nicht allein der schnellen und unkomplizierten
Klärung von Fragen zum dualen Mechatronik-Studiengang, sondern
bieten den Vertretern der Wirtschaft auch eine willkommene
Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch.
Neuer
ZFH-Ratgeber 2012
Mit berufsbeglei-tender Qualifizierung dem Fachkräftemangel
begegnen
In immer mehr deutschen Unternehmen entwickelt sich der
Fachkräftemangel zum Problem - viele Stellen bleiben aufgrund
fehlender Qualifikation oder Bewerber unbesetzt. Im
Umkehrschluss haben qualifizierte Fachkräfte demnach beste
Karriereaussichten. Berufsbegleitende Weiterbildung via
Fernstudium bietet hier eine ideale Möglichkeit sich gezielt
weiterzuqualifizieren. Berufstätige schätzen die Weiterbildung
parallel zum Job ebenso wie Personalverantwortliche, die das
Potenzial ihrer Mitarbeiter fördern, um dem Fachkräftemangel
entgegen zu treten.
Pünktlich zum neuen Jahr hat die Zentralstelle für Fernstudien
an Fachhochschulen (ZFH) ihren neuen Ratgeber 2012 mit dem
aktuellen Spektrum berufsbegleitender Qualifizierung
herausgebracht. Neben der Darstellung des Fernstudienangebots im
ZFH-Verbund bietet die neue Broschüre Informationen zum Ablauf
des Fernstudiums, wertvolle Hinweise zu Fördermöglichkeiten
sowie Recherchetipps zur Suche der passgenauen Weiterbildung.
Ein Gesamtüberblick über das aktuelle Fernstudienangebot an
staatlichen wie privaten Fachhochschulen in Deutschland rundet
den Service des Ratgebers ab.
Über 3000 Fernstudierende sind derzeit bei der ZFH
eingeschrieben. In Kooperation mit 18 Fachhochschulen hat sich
die ZFH zum bundesweit größten Fernstudienanbieter mit
akademischem Abschluss entwickelt. Nahezu 40 Studienangebote
wirtschaftswissenschaftlicher, technischer und
sozialwissenschaftlicher Fachrichtungen stehen in
unterschiedlichen Varianten zur Verfügung. Die Palette reicht
von Zertifikatskursen über Bachelor- bis hin zu
Masterstudiengängen. Sieben MBA-Fernstudiengänge
unterschiedlicher Ausrichtung, ein Master of Computer Science,
Master of Science Elektrotechnik sowie Sozialkompetenz,
Professionelles Coaching und Integrierte Mediation sind einige
Beispiele aus dem Repertoire.
Die Möglichkeiten berufsbegleitender Qualifizierung an
Hochschulen erweitern sich stetig und können dank gesetzlicher
Neuerungen von immer mehr Weiterbildungswilligen genutzt werden.
Neue Hochschulgesetze in vielen Bundesländern haben beruflich
Qualifizierten den Weg in die Hochschulen geöffnet: Allgemeine
und berufliche Bildung werden gleichwertig anerkannt. Wer z.B.
eine Hochschulzugangsberechtigung aufgrund beruflicher
Qualifizierung besitzt, kann nach weiterer mehrjähriger
einschlägiger Berufspraxis über eine Eignungsprüfung sogar zu
einem weiterbildenden Master-Studium zugelassen werden. Eine
weitaus größere Interessentengruppe erhält damit Zugang zur
wissenschaftlichen Weiterbildung - auch zu vielen
Fernstudienangeboten der ZFH.
Angesichts des drohenden Fachkräftemangels nimmt die ZFH die
Weiterbildungsbedürfnisse von Unternehmen 2012 verstärkt in den
Blick. Das weit gefächerte Fernstudien-Portfolio ermöglicht es,
gemeinsam mit Personalentwicklern ein individuelles
Weiterbildungskonzept, für Unternehmen und Mitarbeiter zu
erstellen und umzusetzen. Unternehmen profitieren dabei in
mehrfacher Hinsicht von diesem Modell: Sie erhalten
qualifiziertes Personal ohne nennenswerte Ausfallzeiten. Die
studierenden Beschäftigten können ihre neuen Kenntnisse direkt
in ihre Arbeitsprozesse einbringen. Mit Hilfe des neuen
ZFH-Ratgebers 2012 erhalten Unternehmen wie Einzelinteressierte
einen breiten Überblick über das aktuelle Spektrum
berufsbegleitender Qualifizierung an Fachhochschulen. Er kann
bei der ZFH kostenlos angefordert werden unter und steht zum
Download unter www.zfh.de bereit.
(Quelle: ZFH)
Ein neuer Lebensabschnitt
Spielzeug, Schokolade, der erste Füllfederhalter - all das
packen Eltern ihren Kleinen zur Einschulung in die Schultüte.
Immer öfter kommt heute eine Ausbildungsversicherung dazu. Eine
gute Idee, wissen Vorsorge-Experten, denn man.kann gar nicht
früh genug damit beginnen, Lehre oder Studium des eigenen
Nachwuchses finanziell abzusichern. Denn eine gute Ausbildung
kostet eine Menge Geld. So kann ein Universitätsstudium schnell
bis zu 50.000 Euro verschlingen. Auch Azubis haben Kosten, die
sie mit ihrem meist mageren Gehalt oft schwer stemmen können.
Eine Ausbildungsversicherung hilft, rechtzeitig das nötige
Kapital anzusparen. Sie funktioniert ähnlich wie eine
Lebensversicherung. Einerseits wird mit geringen monatlichen
Beiträgen Kapital angespart, das der Nachwuchs zu einem
festgelegten Zeitpunkt erhält - etwa am 18. Geburtstag. Außerdem
sichert eine solche Police den Begünstigten, also das Kind, für
den Fall ab, dass der Beitragszahler vor dem Vertragsende
stirbt. Dann zahlt die Versicherung die Beiträge weiter. Der
Nachwuchs erhält so später selbst beim Tod des Beitragszahlers
die vereinbarte Summe. Oft ist im Voraus noch nicht klar, wann
die Ausbildung genau beginnt. Dann schafft die so genannte
„Parkoption“ Flexibilität. Der Kunde vereinbart bei
Vertragsabschluss eine längere Laufzeit als geplant,
beispielsweise bis zum Alter von 23 statt 18 Jahren. Während
dieser fünf Jahre kann er dann von Monat zu Monat entscheiden,
wann er das Geld benötigt.
Die Zeit hilft sparen
Wer eine Ausbildung oder ein Studium beginnt, hat meist wenig
Geld zur Verfügung. Dennoch lohnt es sich, früh mit der privaten
Altersvorsorge zu beginnen. Die gesetzliche Rente wird in der
Regel nicht mehr ausreichen, um den Lebensstandard im Alter
halten zu können“, schätzen viele Experten. Und gerade bei der
privaten Altersvorsorge profitiert man von einem frühen Start.
Denn schon kleine monatliche Beiträge wachsen im Laufe der Jahre
zu stattlichen Summen an - dem Zinseszins-Effekt sei Dank. Hinzu
kommt: Wer in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, ist
Riester-förderberechtigt. Studenten erreichen diesen Status
bereits, wenn sie einen Monat im Jahr mehr als 400 Euro
verdienen. Wer dann nur fünf Euro im Monat anspart, also 60 Euro
im Jahr, erhält die volle staatliche Förderung von bis zu 154
Euro jährlich. Unter 25-Jährige erhalten zusätzlich einen
einmaligen Berufseinsteiger-Bonus von 200 Euro. Die Fachleute
weisen auf einen weiteren Vorteil für früh entschlossene Sparer
hin: Wenn junge Leute früh mit der privaten Altersvorsorge
beginnen, erzielen sie die gewünschte Zusatzrente wegen der
langen Ansparzeit mit überschaubaren monatlichen Zahlungen. Bei
einem späten Einstieg wird der Beitrag für die gleiche Rente
erheblich teurer.
Wenn nichts mehr geht
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wird etwa jeder
fünfte Arbeitnehmer in Deutschland irgendwann in seinem Leben
berufsunfähig. Häufig ist diese Berufsunfähigkeit nicht die
Folge von Unfällen, wie die meisten Bundesbürger glauben,
sondern immer öfter die Auswirkung einer psychischen Störung,
wie etwa einem Burnout. Nur etwa 15 % aller Deutschen verfügen
über eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Dabei sollte diese
Police eigentlich Pflicht sein. Wer sie nicht hat, riskiert im
Falle eines Falles seine Existenz - denn auf den Staat darf sich
in Sachen Berufsunfähigkeit heute niemand mehr verlassen.
Der erste Job - aber bitte mit Berufsunfähigkeitsschutz
Ist die Ausbildung geschafft, beginnt auch schon das
Arbeitsleben. Höchste Zeit, sich gegen das Risiko der
Berufsunfähigkeit zu schützen: Jeder fünfte Angestellte in
Deutschland kann seinen Beruf nicht mehr ausüben, bevor er das
Rentenalter erreicht. Bei Arbeitern ist es sogar jeder dritte,
wissen die Ergo-Direkt-Experten und empfehlen auch
Berufseinsteigern, sich unbedingt gegen Berufsunfähigkeit
abzusichern. Ansonsten kann die Existenz auf dem Spiel stehen.
Der Staat schützt die Arbeitsfähigkeit seit Abschaffung der
staatlichen Berufsunfähigkeitsrente nur noch in sehr begrenztem
Maße. Wer vorgesorgt und eine Berufsunfähigkeitsversicherung
abgeschlossen hat, erhält von dieser im Fall der Fälle eine
monatliche Rente. So können Betroffene ihren Lebensstandard
annähernd halten. Wer bereits in jungen Jahren an den passenden
Versicherungsschutz denkt, genießt aus Expertensicht einige
Vorteile: Je früher man eine Berufsunfähigkeitspolice
abschließt, desto günstiger sind in der Regel die Beiträge.
Zudem haben junge Menschen meist keine Vorerkrankungen, die die
monatlichen Kosten aufgrund von möglichen Zuschlägen steigen
lassen. Ebenso können gesundheitsbedingte Risikoausschlüsse
weitestgehend vermieden werden. Es besteht die Möglichkeit, am
Anfang geringere Beiträge bei vollem Versicherungsschutz zu
zahlen, die das Portemonnaie von Berufseinsteigern nicht
übermäßig belasten. Mit steigendem Einkommen werden diese
schrittweise über einen Zeitraum von zehn Jahren jährlich
angepasst, bis der volle Prämiensatz erreicht ist.
(Quelle: djd)

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